Kleines Fest der Befreiung...

Veröffentlicht auf von Dirk

Liebe Mitwirkende, liebe Freunde, liebe Besucher, sehr geehrte Damen und Herren,
Mit einem >Kleinen Fest der Befreiung für Mendelssohn und...< haben wir am 13.Juni in Breisach den Spielbetrieb wieder aufgenommen. Das erste Wochenende hat mit fulminanten Aufführungen Begeisterungsstürme ausgelöst: Frank-Michael Guthmann und Paul Rivinius spielten Mendelssohn Bartholdys beide "Cello-Sonaten", Elias David Moncado Bachs C-Dur Solosonate (mit der"Riesenfuge"), Alexander Vassiliev las Celan, Friedell, Rosendorfer und Feuchtwanger.
Dem Vernehmen nach waren dies wohl die ersten öffentlichen Konzerte (wenn man von Aufführungen eines Musikers für einen Hörer absieht) in Südbaden oder gar darüber hinaus. In Folge ungebrochener Nachfrage haben Frank-Michael Guthmann und Paul Rivinius das Porgramm mit den beiden halsbrecherischen Sonaten dankenswerterweise um 20:15h wiederholt.
Die Bemerkung eines (prominenten) Gastes habe ich mir gut gemerkt:  >Wie muss ich wohl der Leiter einer Kulturseite fühlen, der aus Wut gegen den Initiator dieses künstlerische, gesellschaftskritische und kulturpolitische Großereignis verschweigt, wo doch diese Seite in den letzten Monaten höchst Belanglosem sehr viel Raum widmete ?<  (gemeint ist die Kulturseite der Badischen Zeitung).
In der Tat fallen meine Veranstaltungen auf der Kulturseite dieser Zeitung dem Verschweigen anheim, das trifft ebenfalls auf das Ankündigungswesen  (**s. Fußnote) zu. Ganz offenbar gibt es dort keine nachvollziehbare Trennung zwischen den persönlichen Vorbehalten gegen mich (die jedem zustehen), und einer journalistisch ausgewogenen Darstellung meiner Arbeit. Dies führen Kenner der Szene auf meine nonkonformistische Haltung und auf Meinungsdivergenzen zurück, die aus vernünftiger Sicht Bestandteil einer fairen und gesunden Streitkultur sein sollten.
Alles Gute Ihnen allen und viele Grüsse von
Dirk Nabering
**Fußnote zur Erläuterung:  In der Beschwerdeführung  >Nabering gegen Badische Zeitung<  hat der Deutsche Presserat im März 2020 eine Missbilligung gegenüber der Badischen Zeitung ausgesprochen. Diese wurde, jeder Fairness zuwider, von der Zeitung nicht veröffentlicht. Die nachfolgende Leserzuschrift, die, wie auch alle anderen Leserzuschriften zu der Sache selbstverständlich in der Zeitung nicht abgedruckt wurden, lautetet:
Mangel  an  Mut  und  Fairness
In der Beschwerdesache "Dirk Nabering (Beschwerdeführer) gegen Badische Zeitung Freiburg" schreibt der Vorsitzende vom Beschwerdeausschuss beim Deutschen Presserat am 27.März 2020 u.a.: >Der Beschwerdeausschuss beim Deutschen Presserat hält den Verstoß gegegn Ziffer 7 des Pressekodex für so schwerwiegend, daß er gemäß  §12 Beschwerdeordnung die Maßnahme einer Mißbilligung wählt. Nach  §15 Beschwerdeordnung besteht zwar keine Pflicht, Mißbilligungen in den betroffenen Publikationsorganen abzudrucken. Als Ausdruck fairer Berichterstattung empfiehlt der Beschwerdeausschuss jedoch eine solche redaktionelle Entscheidung.<. In Folge bedauern wir es um so mehr, daß es der mächtigen Badischen Zeitung an Fairness und Mut mangelt, der Empfehlung des Deutschen Presserates Folge zu leisten.
25.April 2020:        Professor Juliane Banse, Dießen   |   Professor Dr. Ulrich Eckhardt, Berlin   |  
Professor Viviane Hagner, Berlin   |   Dirk Nabering, Horben   |   Professor Christoph Poppen, Dießen

In der Stellungnahme an den Deutschen Presserat führt der Chefredakteur der Badischen Zeitung, ohne auf den Orgel-Wahn, der sich in seinem Blatt abspielt  einzugehen, zur Erläuterung aus:  daß zu den journalistischen Auswahlkriterien insbesondere  u.a. die  QUALITÄT einer Veranstaltung zähle. Dazu möchte wiederum ich anführen:  ich habe die Breisacher Reihe  >Verfolgung-Widerstand-Exil<  2017 ins Leben gerufen. Bis heute war kein Vertreter der Kulturseite der Badischen Zeitung jemals in einer unserer Veranstaltungen. Wirkt es da nicht leicht verwegen, sich über deren Qualität auszulassen?
Wichtiger als Weltretter und Moralin,  oder gar Orgel in  >Bio-Qualität<, deren Kriterien keiner kennt  -  Was ich sagen will : für all jene, die geschmacklich und fachlich noch bei Sinnen sind, hilft hier wohl nur ein Ausspruch  T.S. Elliots:
>Wer das ganze Elend seiner Mitmenschen ermessen will, braucht sich nur ihre Vergnügungen anzusehen<.   D.N.

 

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